Digitalisierung – sind Amazon und Co. ein Vorbild für die Industrie?

Veröffentlicht: 23.09.2022 Aktualisiert: 14.11.2022

Die Welle der Digitalisierung ist nicht im Anrollen, sie ist bereits da. Und interessanterweise ist die Digitalisierung im Consumermarkt schon wesentlich weiter als in der Industrie. Wir alle nutzen Clouddienste und SaaS ganz selbstverständlich und gewöhnen uns an sofortige Reaktionen und eine intelligente Benutzerunterstützung. Diese Erfahrungen, die Menschen als Konsumenten machen, strahlen auf den beruflichen Alltag aus und stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen.

Es ist noch nicht lange her, da war es Konsens, dass das Internet für den Mittelstand nicht wichtig ist – eine Homepage mit Produkt- und Unternehmensvorstellung sowie Kontaktadresse genügte den meisten Unternehmen. Daten in die Cloud zu geben oder interaktive Inhalte auf die Website? Undenkbar. Doch das änderte sich in kürzester Zeit – weil die Menschen in ihrem Alltag und Privatleben begannen, das Internet immer stärker zu nutzen.

Internet Banking war für die Meisten die erste Berührung mit einem interaktiven Self-Service-System, dann begann das Einkaufen bei Amazon und anderen Onlinediensten. Wohl kaum jemand bemerkte, dass Online-Banking nichts anderes als Software-as-a-Service ist, bei der der Nutzer über den Webbrowser die Banksoftware selbst bedient. Ebenso ist die Amazon-Website eigentlich nichts anderes als ein Blick ins Warenwirtschaftssystem des Versandhauses. Zudem berechnet Amazon direkt die Lieferzeit und den optimalen Versandweg und -dienstleister. Der Artikel kann sofort gekauft werden, oft landet der Einkauf schon am nächsten Tag an der Haustür.

Welch ein Unterschied zum Geschäftsleben, wenn man beispielsweise Ersatzteile für eine Maschine kaufen möchte. Der Einkäufer wird sehr wahrscheinlich per Telefon mit dem Vertrieb des Lieferanten sprechen, der seine Anfrage aufnimmt und sich Tage später mit einem Angebot zurückmeldet. Schnelle Reaktion, eine Auswahl an möglichen Lösungen oder zusätzlichen Artikeln, „One-Stop-Shopping“ finden sich meist erst ansatzweise.

In den nächsten Blogartikeln geht es darum, wie der Bestellprozess modernisiert werden kann, wie smarte Produkte beim Kauf von Verbrauchsmaterial oder beim Service unterstützen können und welche neuen Geschäftsmodelle in der Digitalisierung möglich werden. Viele Ideen und Philosophien aus dem Consumerbereich lassen sich auf die Industrie übertragen. Das nützt beiden Seiten, dem Kunden wie dem Lieferanten. Der Verkäufer kann mehr Umsatz generieren und Prozesse automatisieren, während sich dem Käufer ein besseres Kauferlebnis mit schnelleren Ergebnissen eröffnet.

Sie möchten mehr erfahren? Hier geht es zum zweiten Teil unserer Serie: Digitale Ersatzteilkataloge: Amazon für Ersatzteile.

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