Das Geschäft mit Ersatzteilen verspricht für Maschinenbauer hohe Margen und stabile Umsätze. Doch immer häufiger profitieren davon auch Drittanbieter. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Umsatzrisiken reduzieren, die durch den Graumarktverkauf von Nicht-Original-Ersatzteilen entstehen und welche Rolle ein Online-Shop dabei spielt.
Seit Jahren ist das Geschäft mit Neumaschinen rückläufig. Aus diesem Grund setzen Maschinen- und Anlagenbauer ihre Umsatzhoffnungen verstärkt auf den Ersatzteilverkauf, der höhere Margen verspricht als das Primärgeschäft.
Allerdings verschärft die Fokussierung auf diese lukrative Einnahmequelle den Druck auf After-Sales-Teams. Denn den Umsatzrückgang in anderen Vertriebsbereichen auszugleichen, ist für Serviceexperten aktuell nicht die einzige Aufgabe. Daneben beschäftigen sie weitere Herausforderungen, wie
Um diesen Entwicklungen zu begegnen und das Aftermarket-Geschäft anzukurbeln, müssen After-Sales-Teams strategisch vorgehen. Insbesondere die Gefahren, die vom Ersatzteilgraumarkt und Drittanbietern ausgehen, erfordern gut durchdachte und tiefgreifende Maßnahmen.
Auf dem Graumarkt finden Betreiber von Maschinen und Anlagen Ersatzteile, die nicht direkt von den originalen Herstellern stammen. Für Maschinenbauer, ihre Partner und ihre Kunden birgt dieser Parallelmarkt verschiedene Gefahren.
Hinzu kommt das Umsatzrisiko: Im Graumarkt erwirtschaftete After-Sales-Umsätze mindern die Umsatzchancen der Maschinenbauer. Zwar gibt es dazu bisher keine offiziellen Zahlen. Fest steht jedoch: Da Ersatzteile für Maschinenbauer zu einer immer wichtigeren Einnahmequelle werden, sollten sie ihre Graumarktkonkurrenz nicht unterschätzen.
Um Drittanbietern nicht das Feld zu überlassen, müssen OEM verstehen, warum ihre Kunden Alternativangebote bevorzugen, statt bei ihnen Originalteile zu kaufen. Die Vermutung liegt nahe, dass der Preis den Ausschlag gibt. Tatsächlich spielen dabei jedoch weitere Faktoren eine Rolle:
Maschinenschäden und Ausfallzeiten sind für Betreiber mit empfindlichen Kosten verbunden. Deshalb zählt für sie im Servicefall eher, dass ihre Probleme schnell gelöst werden. Der Preis für das gesuchte Ersatzteil ist nebensächlich.
Wer sich als schneller Problemlöser positioniert, ist gegenüber OEM im Vorteil – selbst, wenn diese attraktivere Preise bieten.
Viele Drittanbieter verkaufen ihre Ersatzteile online. Sie besetzen bei Google, Bing und Co. die obersten Plätze in den Suchergebnissen. Das Graumarktangebot wird von vielen Kunden deshalb als einfacher zugänglich und schneller nutzbar empfunden als beispielsweise das Bestellen von Ersatzteilen über analoge Ersatzteilkataloge eines OEM.
Viele Maschinenbauer optimieren aktuell ihr Ersatzteilmanagement, um Lieferzeiten zu verkürzen. Die oben genannten Herausforderungen im Bereich After-Sales bremsen sie dabei jedoch aus. Das führt dazu, dass Nicht-Original-Ersatzteile von Graumarktanbietern oft schneller verfügbar sind als die Originalteile der OEMs.
Ein Patentrezept gegen das Graumarktrisiko gibt es nicht. Das Ziel sollte jedoch immer sein, besser als der Graumarkt zu werden.
Der Technologiekonzern Apple, der ebenfalls von Umsatzverlusten durch den Verkauf von Nicht-Original-Ersatzteilen über Drittanbieter betroffen ist, begann beispielsweise 2020 damit, freie Werkstätten mit Original-Ersatzteilen zu beliefern. Das Unternehmen sammelt ausgebaute Komponenten ein, die durch Originalteile ersetzt werden, um den Graumarkt mit Ersatzteilen „auszutrocknen“.
Andere Unternehmen setzen dagegen auf Sensibilisierung, indem sie im Rahmen der Unternehmenskommunikation etwa über Schäden durch Plagiate aufklären. Oder sie greifen auf technische Schutzmaßnahmen wie Hologramme, Sicherheitsetiketten oder RFID zurück, damit ihre Originalteile einfacher zu erkennen sind. Insbesondere im Bereich Produktpiraterie sind solche Maßnahmen wirksam.
Was können Maschinen- und Anlagenbauer tun, die Drittanbieter hinter sich lassen wollen? Die beste Lösung ist es, ihren After-Sales-Bereich zu stärken und ihren Kunden echten Mehrwert zu bieten – zum Beispiel mit einem Online-Shop für den Ersatzteilvertrieb.
Mit einem B2B-Shop für Ersatzteile machen Sie Ihren Kunden die Ersatzteilbestellung so einfach wie möglich. Angebunden an einen digitalen Ersatzteilkatalog können Sie über den Shop Ersatzteile online verkaufen und bieten Ihren Kunden so alle Vorzüge, die diese auch auf dem Graumarkt finden – ergänzt um das sichere Gefühl, Qualität und besten Service zu erhalten.
Denn für einen Vorsprung vor der Graumarktkonkurrenz ist nicht (nur) der Preis entscheidend: Im B2B-Umfeld kommt es auch darauf an,
Ein digitaler Shop als zentrale Anlaufstelle für alle After-Sales-Bestellungen spielt dabei eine zentrale Rolle.
Über den Shop können Techniker und Servicemitarbeiter schnell, einfach und rund um die Uhr die richtigen Ersatzteilinformationen finden. Dabei stehen ihnen anders als bei Drittmarktanbietern die gesamte Bestellhistorie und die Dokumentation zu Maschinen und Ersatzteilen zentral zur Verfügung. Das entlastet zum einen Ihr After-Sales-Team und begeistert zum anderen Maschinen- und Ersatzteilkäufer.
Mit einem Online-Shop erhöhen Sie außerdem die Sichtbarkeit Ihres Angebots in Suchmaschinen und nutzen das Vertrauen Ihrer Kunden zu Ihrem Vorteil: Erscheint Ihr Shop in den Suchergebnissen neben einem Drittanbieter, werden Kunden eher dem Originalhersteller als Dritten vertrauen. Als Maschinenbauer kennen Sie die Maschinen Ihrer Kunden am besten und sind deshalb in der Lage, ihnen die beste Lösung zu bieten.
Zudem besteht für Kunden ein geringeres Risiko, wenn sie Original-Ersatzteile kaufen. Bieten Sie dazu auch noch bessere Zahlungsmodalitäten als die Graumarktkonkurrenz, haben Sie den Kampf um die Klicks auf Ihren Ersatzteil-Shop so gut wie gewonnen.
Voraussetzung für das erfolgreiche Implementieren eines Online-Shops ist zum einen das Verständnis darüber, was Ihre Kunden wünschen und zum anderen, was Ihre Konkurrenz auf dem Graumarkt besser macht. Ziel ist, noch bessere Lösungen und ganzheitliche Services bereitzustellen, die Ihre Kunden wirklich weiterbringen.
Um über einen B2B-Shop originale Ersatzteile verkaufen zu können, benötigen Sie zudem die passende technische Lösung. Vertrauen Sie dabei auf Anbieter, die auf den Maschinen- und Anlagenbau spezialisiert sind und die Herausforderungen des After-Sales kennen – so wie Quanos.
Ihr After-Sales-Team hat alle Hände voll zu tun. Deshalb sollte die Shop-Implementierung keine zusätzliche Arbeit verursachen. Der schnellste Weg zum eigenen B2B-Shop für Ersatzteile führt über Quanos InfoTwin: Die modulare Cloudlösung vernetzt Produktdokumentationen mit Ersatzteil- und Serviceinformationen und bietet Integrationen für Shop-Systeme.
In der Plattform steht unter anderem eine Anbindung an das E-Commerce-System GÉNIE von FDI Digital Business bereit. Damit gelingt Herstellern, die noch kein eigenes Online-Shop-System besitzen, der schnelle Einstieg in den E-Commerce.
Mit GÉNIE for InfoTwin können interne und externe Nutzer unter anderem:
Dafür steht Ihnen ein etabliertes Shop-System ohne eigenen IT-Aufwand, Hosting- und Wartungskosten zur Verfügung, das innerhalb weniger Tage in Ihrem Corporate Design einsatzbereit ist.
Damit lassen Sie nicht nur die Konkurrenz am Graumarkt hinter sich, sondern stellen die Weichen auf Zukunft: Das vernetzte After-Sales-System Quanos InfoTwin und das Shop-System GÉNIE bilden die Basis für ein E-Commerce-Ökosystem, das keine Kundenwünsche offen lässt.
Bereit für die Zukunft des Ersatzteilverkaufs? Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise und die Vorteile von Quanos InfoTwin und GÉNIE for InfoTwin.
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