Standardsoftware oder Individualsoftware: Wo liegt die Servicezukunft?

Veröffentlicht: 20.12.2022 Aktualisiert: 26.01.2023
Thema: Digital Information Twin Service-Infos vernetzen Effizenz im Service steigern

Bei der Vernetzung ihrer Daten und der Automatisierung von Prozessen müssen sich Maschinenbauer früher oder später entscheiden: Nutzen sie die am Markt verfügbaren Programme oder sollen sie individuelle Software entwickeln lassen? In diesem Blogartikel beleuchten wir die Vor- und Nachteile beider Entscheidungen für den After-Sales-Bereich.

Wer vor einigen Jahren eine Software im Unternehmen einführen wollte, musste entweder lange nach der passenden Lösung suchen oder sich auf die Programmierkünste versierter IT-Profis verlassen.

Insbesondere für spezialisierte Maschinen- und Anlagenbauer war das Angebot auf dem Softwaremarkt überschaubar. Wer die Ressourcen hatte, entwickelte kurzerhand selbst die notwendigen Tools, um interne Prozesse zu vernetzen.

Wandel von Maschinenbauern zum Maschinendienstleistern

Heute hat sich das Blatt gewendet. Mit fortschreitender Digitalisierung schießen Tech-Startups und Software-Tools wie Pilze aus dem Boden. Selbst Unternehmen, die in Nischen zu Hause sind, finden in der Regel eine Standardsoftware, die zumindest in großen Teilen ihre Bedürfnisse abdeckt. So gibt es heute zum Beispiel ERP-Systeme für verschiedenste Branchen und Unternehmensgrößen.

Das ist noch nicht alles: Die Computerwoche berichtete schon 2019 darüber, dass Maschinenbauer immer öfter die Rolle von Softwareanbietern einnehmen. Denn Herausforderungen wie steigender Kostendruck erfordern Ideen für neue Geschäftsmodelle. Damit einher geht eine Fokusverschiebung vom Produkt zum Service. Maschinenbauer werden zu Dienstleistern, deren Kunden digitale Services erwarten.

Ein Bereich im Maschinen- und Anlagenbau, in dem Software deshalb immer wichtiger wird und in dem es immer mehr Prozesse und Daten zu vernetzen gilt, ist der Servicebereich. Doch welche Softwarelösung ist am besten geeignet, um Ersatzteilinformationen und die Technische Dokumentation zu digitalisieren und After-Sales und Service zukunftsfähig aufzustellen?

Individualsoftware: Die passgenaue Lösung

Ähnlich wie beim Kauf eines Werkzeugs oder einer Maschine gilt auch bei Software: Für spezialisierte und individuelle Anforderungen ist es möglich, eine maßgeschneiderte Lösung zu finden – sofern man bereit ist, viel Geld und Zeit zu investieren.

Individuelle Softwarelösungen laufen in der Regel auf den Servern der Unternehmen, die sie einsetzen. Deshalb spricht man auch von On-Premise-Lösungen. Die Prozesse und Abläufe sind genau auf die Wünsche von Unternehmen abgestimmt. Allerdings veralten solche Programme schnell, denn sie werden nicht zentral durch einen Softwareanbieter mit Updates auf den neuesten Stand gebracht.

Sogenannte Legacy-Software, also veraltete Programme von vor zehn oder zwanzig Jahren, stellen immer mehr Unternehmen heute vor ernsthafte Probleme. Die darin gewachsenen Strukturen sind in der Regel nicht mehr zeitgemäß und lassen sich nur mühsam updaten oder mit anderen Systemen verbinden. In Anbetracht des schnellen technologischen Wandels ist es deshalb sinnvoll, über eine Alternative nachzudenken.

Vorteile Individualsoftware

  • maßgeschneiderte Software
  • Funktionsumfang entspricht genau dem Bedarf
  • anfangs passgenaue Integration in bestehende Infrastruktur
  • nach der Investition geringe Folgekosten

Nachteile Individualsoftware

  • anfangs hohe Programmierkosten
  • Abhängigkeit von Programmierern
  • aufwendige Implementierung und Entwicklung
  • viele Anpassungen notwendig, da Erfahrungswerte fehlen
  • veraltet schnell

Standardsoftware: Der stabile Alleskönner

Für viele Aufgaben in Unternehmen gibt es heute eine große Auswahl an Softwarelösungen, die standardisiert und dennoch flexibel sind. Natürlich gibt es keine Software, die 100 % deckungsgleich mit den individuellen Prozessanforderungen eines Unternehmens ist. Das Angebot ist jedoch so groß, dass eine annähernd passende Software sich mit wenigen Anpassungen problemlos für die eigenen Zwecke nutzen lässt.

Viele Standard-Tools sind modular aufgebaut. Maschinen- und Anlagenbauer können wie bei einem Baukasten aus vorhandenen Funktionen wählen und sie für ihre Zwecke nutzen. Der Vorteil dabei: Die Funktionen kommen auch bei anderen Unternehmen zum Einsatz und werden kontinuierlich verbessert. So holen alle Nutzer das Optimum aus den Funktionen für ihre Anwendungsfälle heraus.

Standardlösungen sind häufig Cloud-basiert. Eine Cloud-Plattform hat den Vorteil, dass sie hoch verfügbar ist und stets den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.

Vorteile Standardsoftware

  • schlanke Preisstrukturen
  • im Fehlerfall schneller Support durch den Anbieter
  • zentrale Updates
  • in der Regel sofort verfügbar
  • Wartungsaufwand liegt beim Anbieter

Nachteile Standardsoftware

  • komplexe Herausforderungen sind aufwendig umzusetzen
  • beschränkte Möglichkeiten der Individualisierung
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Starker Standard für den After-Sales: Der Quanos InfoTwin

Maschinen- und Anlagenbauer, die für die Vernetzung ihrer After-Sales- und Service-Informationen eine erprobte Standardsoftware suchen, werden beim Quanos InfoTwin fündig. Die Cloud-Plattform verknüpft Informationen aus After-Sales und Service intelligent miteinander und dient somit als zentrale Datengrundlage für moderne Services.

Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen schaffen mit der Software außerdem die Basis für digitale Zwillinge ihrer Assets, aus denen sie wertvolle Insights zu deren Zustand gewinnen können.

Im Quanos InfoTwin laufen alle Vorteile moderner Cloud-Lösungen zusammen – und das bei hoher Datensicherheit und angereichert mit dem Know-how von Quanos aus über 1.000 Kundenprojekten im Maschinen- und Anlagenbau.

Industrieunternehmen bauen so auf einer starken Softwarebasis auf und steigen direkt in die Welt von digitalen Ersatzteilinformationen und Technischer Dokumentation ein. Sie sichern sich damit Wettbewerbsvorteile und sparen außerdem Zeit und Kosten bei Wartung, Reparatur und Betrieb.

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